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Deinfluencing: Warum weniger Konsum mehr Seelenfrieden bringt

Autorenbild: Elisa Hippert
Elisa Hippert
30. Sept.
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Okt.

Ich deinfluence dich heute mal.

Illustration: Einkaufstasche mit Pflanze, Deinfluencing und bewusster Konsum

Scroll durch Instagram und du siehst sie: die perfekte Geburtstagsfeier, die dritte Fortbildung in diesem Jahr, die neue Ausrüstung fürs Hobby, das gerade erst angefangen wurde. Alles wirkt wichtig, alles wirkt notwendig. Und ganz ehrlich: Es ist nicht normal, sich 150 Euro im Monat für einen Kurs abbuchen zu lassen, zu dem man seit Wochen nicht mehr hingeht.

Konsum fühlt sich in dem Moment gut an. Er beruhigt kurz das Gefühl, nicht mitzuhalten. Aber er löst nichts. Und er kostet uns am Ende nicht nur Geld, sondern auch inneren Frieden. Deshalb geht es in diesem Artikel nicht um Verzicht und schlechtes Gewissen, sondern um eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wo geben wir Geld für Dinge aus, die uns gar nicht weiterbringen – und was würde uns wirklich mehr Ruhe geben?


Deinfluencing: Konsum als Verschiebung, nicht als Lösung

Viele Ausgaben, die uns hinterher ein schlechtes Gefühl geben, haben einen gemeinsamen Ursprung: Wir kaufen, um etwas zu verschieben, nicht um etwas zu lösen. Der stressige Tag wird mit einer Bestellung beruhigt. Die Unsicherheit vor dem nächsten Karriereschritt wird mit einem Kurs überdeckt, der dann ungenutzt bleibt. Das Gefühl, nicht genug zu tun, wird mit noch mehr Zubehör kompensiert.

Besonders tückisch ist dabei die Kaufen-jetzt-zahlen-später-Falle. Ratenzahlungen und kleine monatliche Abbuchungen fühlen sich harmlos an, weil der Schmerz des Bezahlens in die Zukunft verschoben wird. Genau das macht sie gefährlich: Wir verlieren den Überblick darüber, wie viele kleine Verpflichtungen sich Monat für Monat summieren. Das ist keine Self-Care, auch wenn es oft so verkauft wird. Echte Self-Care fühlt sich hinterher noch gut an – nicht nur in dem Moment, in dem die Bestellbestätigung kommt.


Fünf Ausgaben, die uns allen bekannt vorkommen


Das Babyprodukt, das dein Leben retten soll

Als dreifache Mutter kenne ich dieses Gefühl gut: Man sieht eine Trage, einen Stubenwagen oder ein Spielzeug in den Stories einer anderen Mutter und denkt sofort, man bräuchte das auch, um eine gute Mutter zu sein. Am Ende steht dann ein Kinderzimmer voller Dinge, die einmal benutzt wurden und danach nur noch Platz wegnehmen. Kinder brauchen selten das neueste Produkt. Sie brauchen vor allem uns – und Eltern, die nicht ständig das Gefühl haben, nicht genug zu kaufen.

Die Ausrüstung, die verstaubt

Der Sprachkurs, das Fitnessstudio-Abo, das Equipment für den Tanzkurs: Am Anfang sind wir hochmotiviert und investieren gleich in alles, was dazugehört. Ein paar Wochen später steht die Ausrüstung ungenutzt herum und das Abo läuft trotzdem weiter. Es ist nicht normal, sich 150 Euro im Monat für einen Kurs abbuchen zu lassen, zu dem man gar nicht mehr hingeht. Bevor du in etwas Neues investierst, lohnt sich die ehrliche Frage: Probiere ich das erst mal aus, bevor ich mich langfristig bindest?

Das Abo, das einfach weiterläuft

Streaming-Dienste, Apps, Mitgliedschaften: Kleine Beträge, die einzeln kaum auffallen, sich in Summe aber ordentlich bemerkbar machen. Ein kurzer Blick auf den Kontoauszug reicht oft schon, um zu sehen, wie viele dieser Abos eigentlich niemand mehr braucht.

Schulden für einen einzigen Tag

Ich kenne Paare, die sich für ihre Hochzeit massiv verschuldet haben – für einen einzigen Tag, der perfekt aussehen sollte. Der Druck, dass eine Hochzeit einem bestimmten Bild entsprechen muss, treibt viele in Kredite, die sie noch Jahre später abbezahlen. Ein besonderer Tag verdient Feier, aber er sollte niemandem die finanzielle Sicherheit der nächsten Jahre kosten.

Die Versicherung, die nie geprüft wurde

Der wohl unsichtbarste Punkt auf dieser Liste: Versicherungen und Finanzprodukte, die irgendwann einmal abgeschlossen wurden und seitdem nie wieder angeschaut wurden. Oft zahlen Menschen für Verträge, die längst nicht mehr zu ihrer Lebenssituation passen, oder für Leistungen, die sie doppelt haben. Anders als bei einem ungenutzten Fitnessabo fällt das kaum auf – es läuft einfach im Hintergrund weiter mit.


Was wirklich hilft: der Blick aufs große Ganze

Es geht hier nicht darum, sich alles zu verbieten oder ab sofort jeden Cent zu rechtfertigen. Es geht darum, wieder bewusst zu entscheiden statt aus Gewohnheit oder Druck zu kaufen. Das beginnt mit einem ehrlichen Blick auf die eigenen Einnahmen und Ausgaben: Was kommt rein, was geht raus, und wofür genau? Erst wenn das sichtbar ist, lässt sich unterscheiden zwischen Ausgaben, die wirklich zu einem passen, und Ausgaben, die nur aus Vergleich oder schlechtem Gewissen entstanden sind.

Dieser Blick aufs Ganze bringt mehr Seelenfrieden als jeder einzelne Verzicht. Wer weiß, wohin das eigene Geld fließt, muss sich nicht mehr ständig fragen, ob gerade wieder zu viel ausgegeben wurde. Stattdessen entsteht Klarheit – und aus dieser Klarheit heraus lässt sich auch entspannter für die Dinge sparen und investieren, die wirklich wichtig sind.


Ich bin deine Sparringspartnerin

Genau hier setze ich mit meiner Arbeit an. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern als Sparringspartnerin, die mit dir gemeinsam auf deine Einnahmen und Ausgaben schaut und herausfindet, wo sich wirklich etwas optimieren lässt.

Ein zentraler Baustein dabei ist mein Produkt-TÜV: Wir prüfen gemeinsam deine bestehenden Versicherungen und Finanzprodukte – zahlst du zu viel, doppelt oder für Leistungen, die gar nicht mehr zu deiner Lebenssituation passen? Danach schauen wir nach vorn: Wie können ETFs oder Immobilien sinnvoll zu deinem Vermögensaufbau beitragen, passend zu dem, was du wirklich erreichen willst?

Deinfluencing bedeutet für mich: weniger Konsum aus Druck, dafür mehr Klarheit über das eigene Geld – und am Ende mehr Seelenfrieden. Lass uns gemeinsam schauen, wo bei dir noch Potenzial steckt. Melde dich gerne über elisahippert.de

 für ein unverbindliches Gespräch.

 
 
 

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